Rainer Knaak und Artur Jussupow im direkten DuellArtur Jussupow und Rainer Knaak in Leipzig
Nachdem vor einem Jahr die erste Auflage des Schachevents „Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Nachwuchs“ in Halle stattgefunden hatte, gab es am 30.10.2026 erneut diese Veranstaltung mit Unterstützung der IHK Leipzig und Halle-Dessau sowie der Landesschachverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Leipzig.
Eingeladen hatte wiederum die Schachstiftung GK gGmbH, die insbesondere die frühkindliche Bildung in Deutschland durch das Schachspielen in Kindergärten und Grundschulen unterstützt. Hauptanliegen der Stiftung ist es, das Schachspielen in Kindergärten und Grundschulen in Deutschland flächendeckend zu etablieren mit dem Ziel, Kindern Logik, Konzentration und strategisches Denken zu vermitteln. Es ist hoch anzuerkennen, dass mit den weltbekannten Großmeistern Artur Jussupow und Rainer Knaak Protagonisten bereitstehen, dieses Ziel mit umsetzen zu helfen. Dr. Gerhard Köhler als Stiftungsgründer konnte seine Beiratsmitglieder Prof. Dr. Brockmeier (IHK Halle-Dessau) und Paul Werner Wagner (Emanuel Lasker Gesellschaft) zur Veranstaltung herzlich mit begrüßen.
Rebekka Schuster, rechts davon Christoph Natsidis (SG Leipzig)Frau Rebekka Schuster, Vorstandsmitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft und eines Energieunternehmens in Berlin warb für Frauenschach, deren Anteil im Deutschen Schachbund lediglich 10% beträgt und hier erheblicher Nachholbedarf zu anderen Sportarten mit etwa 39% beträgt. Zudem warb sie für die Nutzung von Erkenntnissen durch Schach für die Wirtschaft wie Mut zum Risiko, Entscheidungen treffen oder Schlussfolgerungen für die Entwicklung eines erfolgreiches Unternehmens zu ziehen.
Der vielbeachtete Vortrag von Prof. Brockmeier zum Thema „Schach und Unternehmertum -Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit“ steht zum Download zur Verfügung.
Bester u16 und Vierter im Gesamtklassement: Arthur HerrmannAuch 2026 war das Interesse hoch, am Schachturnier aktiv mit teilzunehmen oder als Zuschauer dem Geschehen beizuwohnen. 33 Teilnehmer von 8 bis 78 Jahre spielten ein Rapidturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten zzgl. 2 Sekunden Bonus je Spieler. Natürlich wollten viele im direkten Vergleich sich mit einem der Großmeister messen. Diese nahmen gern die Herausforderung an. Immerhin gelang es dem 15-jährigen Arthur Herrmann (SG Leipzig) Artur Jussupow ein Remis abzuringen.
Zum Schluss wurden die drei Spieler geehrt, die nach den beiden Großmeistern die Folgeplätze erreicht hatten. Aaron Gröbel (SF Hettstedt), Arthur Herrmann (SG Leipzig) und Kevin Dannhäuser (Zwickauer SC) erhielten wertvolle Schachbücher, deren Autoren die Großmeister waren.
Die Folgeplätze U16 nach Arthur Herrmann: Noah Bruder, Eddy Finn Weber, Yuri Ivashchenko
Die Besten u10: Clara Baumgärtel, Felix Richter, Eduard Alberto MaakEbenso wurden die drei besten Nachwuchsspieler U10 und U16 mit Büchern aus Artur Jussupows Buchreihe „Tigersprung“ ausgezeichnet. Besonders für die Jüngsten war die Teilnahme am Turnier ein unvergessliches Erlebnis. Sie konnten sich noch eine persönliche Buchwidmung der Großmeister oder ein gemeinsames individuelles Erinnerungsfoto abholen.
Konrad Reiß vom Schachmuseum Löberitz hatte in Würdigung der schachlichen Leistungen von Dr. Robert Hübner († 2025) jüngst eine Biografie verfasst. Er nahm das Schachevent zum Anlass, ein Protoexemplar diese Biografie vorzustellen, welches von der Schachstiftung GK an Artur Jussupow überreicht wurde.
Diesmal stellte die Schachgemeinschaft Leipzig mit dem Denksportzentrum das eigene Vereinsheim zur Verfügung. Die SG Leipzig hatte im Jahr 2023 mit breiter Unterstützung durch Spenden und Fördergelder ein eigenes Vereinsheim errichtet. Der Verein konnte seit Fertigstellung des Baus seine Mitgliederzahl auf knapp 200 steigern, davon über 60 aktive Spieler im Nachwuchsbereich. Das anspruchsvolle Projekt wurde mit viel Eigeninitiative und Engagement der eigenen Vereinsmitglieder umgesetzt. Mit der Außenwirkung des Schachevents „Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Nachwuchs“ soll die exzellente Nachwuchs- und Talentförderung der SG Leipzig weiter unterstützt werden. Ein herzlicher Dank geht an Christoph Natsidis und seine Schachfreunde der SG Leipzig, die die Veranstaltung organisatorisch mit unterstützt hatten.
Gert Kleint
Turnierleiter
Fotos von Hermann Sonntag
















